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In Nürnbergs Südstadt fängt es an. Barrierefrei durch Technik und Semantik.
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Uni-Labor für Kraftstoffe der Zukunft im etz Nürnberg

Bild Uni-Labor für Kraftstoffe der Zukunft im etz Nürnberg Foto: Lehrstuhl für Technische Thermodynamik der Uni Erlangen / Fuchs

"Einen Meilenstein für die Energie- und Verkehrstechnik-Kompetenz der Metropolregion" nennt Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck das neue Prüfzentrum für Kraftstoffe der Zukunft der Uni Erlangen-Nürnberg.
Das Labor, mit 1,25 Millionen Euro von der EU und vom Freistaat Bayern gefördert, wertet besonders das etz Nürnberg auf: Hier, in den Räumen des Energietechnologiezentrum an der Humboldtstraße, auf dem Gelände des ehemaligen Siemens-Motorenwerks, hat der Lehrstuhl für Technische Thermodynamik (LTT) der Universität Erlangen-Nürnberg die Forschungsanlagen aufgebaut.
Das Labor sei dringend notwendig, meint neben den beiden LTT-Leitern Prof. Michael Wensing und Prof. Alfred Leipertz auch Wirtschaftsreferent Fleck: Alle drei erwarten, dass "aus Nürnberg zukünftig neue Erkenntnisse für sauberere und effizientere Motorengenerationen kommen werden!" In Zeiten knapper werdender Energieressourcen und und eines notwendigen Umbaus der weltweiten Energieversorgung eines der wesentlichen Zukunftsthemen der Menschheit.

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Das Herzstück der Anlage im etz sei der "optische Hochdruck-Verbrennungs-Prüfstand: Hier können unsere Wissenschaftler vom LTT nicht nur Verbrennungsprozesse in bisher nicht gekannter Detailtiefe erforschen, er ist auch für alle potenziellen Kraftstoffe der Zukunft, wie Erdgas, Biodiesel und Wasserstoff, ausgerichtet: zukunftsfähig also", erläutert Projektleiter Prof. Wensing.

Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (IHK) zählt die Metropolregion Nürnberg "zu den Leistungszentren der europäischen Energiewirtschaft." Das etz und die darin residierenden Firmen "beschäftigen sich seit einigen Jahren intensiv mit Energielösungen der Zukunft. Innovative Gründer und Firmen wurden angesiedelt und neue Arbeitsplätze in der Südstadt geschaffen", So Roland Fleck, der auch Vorsitzender des Kompetenzvereins "Energieregion e.V." ist: "Mit der Ansiedlung des Prüfzentrums wird das Profil, auf vielen Gebieten der Energietechnik umfassende Lösungen anzubieten, geschärft."

Für alle, die mehr wissen wollen:
Herzstück des neuen Labors ist der optische Hochdruck-Verbrennungs-Prüfstand (OptiVeP): Damit wollen die Nürnberg-Erlanger Wissenschaftler "Otto- und Diesel-Injektoren sowie Wasserstoff- und Erdgas-Düsen untersuchen. In der Prüfkammer des OptiVeP können sie erstmals realistisch die Bedingungen simulieren, die im Motor eines PKWs herrschen." Luftdruck und -temperatur sowie Kraftstoffdruck und -temperatur seien völlig unabhängig voneinander zu verändern, heißt es.

Prüfstand als auch die optischen Messverfahren, die damit ausgeführt werden, sind Eigenentwicklungen des LTT. Nur "beim OptiVeP handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Einspritzkammer-Prüfstände, von denen die Erlanger ESYTEC GmbH in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Technische Thermodynamik bereits mehrere Anlagen an namhafte Automobil-Hersteller geliefert hat", gibt die Uni zu.

"An dem neuen Prüfstand können wir Kraftstoffsprays und Gemischbildungsvorgänge besser untersuchen und außerdem erstmals die Vorgänge beim Verbrennungsstart unter motorrealistischen Bedingungen beobachten", sagt Professor Wensing. Besonders stellt er heraus: "Der Prüfstand wird für die Untersuchung aller neuen und zukunftsträchtigen Brennstoffe wie Wasserstoff, Autogas, Flex-Fuel, Alkohol-Kraftstoff, Erdgas, Bio- und Designerkraftstoff geeignet sein."

Weitere Infos unter www.ltt.uni-erlangen.de

Stand: 26.11.2008
Autorin/Autor: Heinz Wraneschitz

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