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In Nürnbergs Südstadt fängt es an. Barrierefrei durch Technik und Semantik.
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Power Plastic - neue, flexible Solarzellen aus der Nürnberger Südstadt

Bild Power Plastic - neue, flexible Solarzellen aus der Nürnberger Südstadt Power Plastic - flexible Solarzellen aus der Nürnberger Südstadt
Foto: Heinz Wraneschitz

Nicht fürs Dach, sondern für Rucksack oder Schutzjacke eignen sich in Nürnbergs Südstadt entwickelte Solarzellen, die ab 2008 in Fürth produziert werden sollen.
"Lernen Sie die Zukunft der Energieversorgung kennen!" wirbt das Nürnberger energietechnologische Zentrum etz in der Landgrabenstraße. In dieser deutschlandweit einzigartigen Einrichtung werden innovative Energiesysteme oder passende Software entwickelt, von Fraunhofer-Forschergruppen, oder von Firmen wie ABB Gebäudetechnik oder Konarka.
Vom etz sollen "Impulse für die Energiewirtschaft ausgehen", hofft Nürnbergs Wirtschaftsreferent Roland Fleck. Vom Produkt mit dem geschützten Markennamen "Power Plastic", an dem die Europazentrale der amerikanischen Konarka-Gruppe seit Jahren forscht, wird die Energiewirtschaft zwar wenig haben. Doch die flexiblen, organischen, gedruckten Dünnschichtsolarzellen sind ein Impuls für die Solarstromtechnologie.

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Flexible Solarzellen gibt es seit Jahren. Doch solche, die absolut dünn, nicht aus Silizium hergestellt, und die auch noch durchsichtig sind, kann man bis heute nicht kaufen. Hier scheint dem Konarka-Forscherteam und der Fürther Traditionsfirma LEONHARD KURZ ein gemeinsamer Quantensprung gelungen zu sein.

Seit fünf Jahren arbeiten Dr. Jens Hauch und sein Team für die US-Firma Konarka. Vorher stand "Siemens" auf ihren Visitenkarten. Die Forschergruppe hat seit 2005 ihren Platz im etz - mit Reinraum für neue Ideen, und Druckmöglichkeiten für wenige 100 Nanometer dünne Solarzellen.

Heutige Silizium-Solarzellen sind über 100 Mikrometer stark, also 1000 Mal so dick wie die Konarka-Produkte. Siliziumzellen erreichen Wirkungsgrade von über fünfzehn Prozent - Power Plastic liegt unter fünf Prozent. Doch Wirkungsgrad sei bei seinen Produkten nicht so wichtig: Sie müssten sich vor allem gut integrieren lassen in Kleidungsstücke oder Rucksäcke, maximal so groß sein wie ein DIN-A-4-Blatt und bis zu fünf Watt leisten, erläutert Jens Hauch. Solche "Funktionstextilien" produzieren Strom beispielsweise für Mobiltelefone oder Blutzuckermessgeräte.

Kurz "hat die erste Produktion von Power Plastic für 2008 angedacht", sagt Projektleiter Dr. Ulrich Schindler. Die Fürther haben viel Erfahrung im Prägen und Bedrucken von Folien Zum Vergleich: Im Sommer 2007 hatte Prof. Joachim Luther, der Ex-Chef des Fraunhofer-Instituts für Solarenergie laut Solarthemen erklärt: "Ich denke, knapp zehn Jahre noch, dann haben wir entsprechende Marktprodukte."

Stand: 15.03.2008
Autorin/Autor: Heinz Wraneschitz

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