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In Nürnbergs Südstadt fängt es an. Barrierefrei durch Technik und Semantik.
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Das Casablanca-Kino in der Brosamerstraße wird am 18. September 2009 den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Südstadtportal sponsert den ersten Stuhl für den Kinosaal.

Bild Das Casablanca-Kino in der Brosamerstraße wird am 18. September 2009 den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Südstadtportal sponsert den ersten Stuhl für den Kinosaal. Kino Casablanca - Eingang bei Nacht
Foto: Heinz Wraneschitz

Aufbruchstimmung herrschte bei der Mitgliederversammlung des Vereins "Casa e.V. - Kunst und Kultur in der Südstadt" am 29. Juni. Der Verein mit aktuell 75 Mitgliedern ist Betreiber des Casablanca-Kinos und der Kneipe. Der Mietvertrag mit der Hauseigentümergemeinschaft in der Brosamer Straße 12 wurde am 15. Juni unterschrieben.
Für Anschub-Investitionen in Kino und Kneipe werden noch 50.000 Euro benötigt, die in knapp zwei Monaten aufgebracht werden müssen. Vorstand und Mitglieder sind zuversichtlich, die Mittel von privaten Spendern oder Darlehensgebern zu bekommen. Parallel gibt es Kontakte mit Stiftungen und Banken.

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Privatpersonen und Firmen können sich auch finanziell mit einer "Stuhlpartnerschaft" an der Ausstattung des ersten Saales beteiligen. Die Liste der Partner wird deutlich sichtbar ausgehängt.

Renovierungsarbeiten werden, so weit zulässig, in Eigenleistung von Mitgliedern ausgeführt.

Die betriebswirtschaftliche Kalkulation basiert auf Erfahrungen vergleichbarer Kulturprojekte. Casa e. V. geht davon aus, dass der laufende Betrieb mindestens ein Jahr lang aus Mitgliedsbeiträgen bezuschusst werden muss, bevor die Kostendeckung erreicht ist. Für die Mitgliedschaft wurden drei Beitragsstufen zwischen 30 und 200 Euro jährlich beschlossen. Einzige Gegenleistung, neben dem guten Gefühl, dabei zu sein, ist eine Ermäßigung auf den normalen Eintrittspreis von 6,50 Euro.

Regisseurin Tina Geißinger stellte das Programm-Konzept vor. Eine Vermutung der Betreiber ist, dass die Besucher-Zielgruppen des Casablanca neue Filme lieber vier Wochen nach dem offiziellen Start im Casablanca sehen möchten, statt unmittelbar nach dem Start woanders. Dazwischen wird die Tradition der Kultfilme weitergeführt. Ein Wochentag ist für einen französischer Film mit Untertiteln geplant, ein weiterer Wochentag für einen Dokumentarfilm. Ab Ende Oktober ist ein anspruchsvoller erotischer Spätfilm geplant. Auch wertvolle Filme von Festivals, die sonst kaum gezeigt werden, kommen in das Programm. Die besondere Idee: Das Programm "Kinoplus" wird Filmvorführungen verbinden mit einer Expertendiskussion zu dem Thema, das der Film behandelt.

Ein Wochentag wird "sozialer Tag" mit ermäßigten Eintrittspreisen für alle.

Die Umbauarbeiten laufen bereits. Nach dem offiziellen Ende der Mitgliederversammlung bildete sich eine Warteschlange vor dem Tisch mit den Einschreiblisten für die Arbeitskreise, besonders für den Arbeitskreis Bau.

Freunde des Casablanca-Kinos werden auf ihren Ständen auf dem Südstadtfest 2009 Unterlagen zum Verein Casa e. V., zur Mitgliedschaft und zur Programmplanung bereit halten.

Stand: 30.06.2009
Autorin/Autor: Eberhard Schneider

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