zum Inhalt zur Navigation
In Nürnbergs Südstadt fängt es an. Barrierefrei durch Technik und Semantik.
.

Bayerischer Energiepreis 2010: Der Südpunkt Nürnberg wurde anerkennend ausgezeichnet

Bild Bayerischer Energiepreis 2010: Der Südpunkt Nürnberg wurde anerkennend ausgezeichnet V. l. n. r.: Wolfgang Vinzl, Wolfgang Baumann, Katja Hessel
Foto: Heinz Wraneschitz

Nürnbergs Baureferent Wolfgang Baumann und Hochbauamtschef Wolfgang Vinzl waren stolz wie Oscar, als ihnen Bayerns Wirtschafts-Staatssekretärin Katja Hessel am 28. Oktober im Maritim-Hotel die Urkunde überreichte. Denn immerhin wird der Preis auch schon mal "Bayerns Energie-Oscar" genannt.
In ihrer Laudatio stellte Hessel heraus, dass bei Mehrkosten gerade mal "im einstelligen Prozent-Bereich eine Verminderung der CO2-Freisetzung von etwa 75 Prozent gegenüber herkömmlichen Neubauten erreicht" wurde. Die Staatssekretärin lobte die Stadt zudem, dass das kommunale Energiemanagement KEM "den Südpunkt messtechnisch begleitet, um Energieverbrauch, Raumluftqualität und Anlagenfunktion über mehrere Jahre festzustellen und für ähnliche Projekte auszuwerten."

.

Die multifunktionale Nutzung des Gebäudes stelle im Vergleich zu konventionellen Bürogebäuden hohe Ansprüche an die Gebäudehülle und –technik dar, um die formalen Passivhauskriterien einhalten zu können. Denn die Anforderungen in Abhängigkeit der Nutzergruppen, der Nutzungsart und der Besucherdichte variierten stark, so Katja Hessel.

Der Hauptpreis ging diesmal an Irsching 4, laut Entwickler Siemens AG das Gas-und-Dampfkraftwerk (GUD) mit dem zurzeit weltweit höchsten Wirkungsgrad. "Irsching 4" (I4) ist jedoch umstritten. Denn eine Wärmeleitung von Irsching ins nahe Ingolstadt gibt es bis heute nicht. Weshalb bei I4 knapp 40 Prozent der eingesetzten Gasenergie entweder in die Luft geblasen werden oder die Donau auf 27°C aufheizen. I4 sei "nicht zeitgemäß", schimpfen Umweltschützer deshalb.

Neben dem Hauptpreis für I4 gab es zehn Anerkennungen für innovative Projekte. Darunter, neben dem Südpunkt: eine Abgasturbine zur Stromerzeugung, die Blockheizkraftwerke noch effektiver macht (Hochschule Amberg-Weiden); ein Portalhubstapler mit Energierückspeisung (Noell Würzburg); ein Regelgerät, das trotz hoher dezentraler Stromeinspeisung den Ausbau von Ortsstromnetzen überflüssig macht (Eberle Nürnberg).

Stand: 29.10.2010
Autorin/Autor: Heinz Wraneschitz

Zurück zur Übersichts-Seite

nach oben


Hauptnavigation


.